Beckenring
.... der ganze Körper ruht darauf.....

 Der Beckenring besteht einerseits aus den beiden Darmbeinen welche die Hüftpfanne tragen, und die mit den Sitzbeinen direkt verbunden sind. Über die Schambeinäste sind diese Knochen vorne über die Symphyse direkt miteinander verbunden. An der Hinterseite sind die Darmbeine über das Kreuzbein verbunden. Über Letzteres wird auch die Verbindung zur Wirbelsäule hergestellt. 

Der Beckenring schützt einerseits die inneren Organe, welche im kleinen Becken liegen (Harnblase, Uterus, Geschlechtsorgane, Enddarm), andererseits stellte er die Verbindung zwischen Wirbelsäule und unteren Extremitäten her.

Knecht eine Verletzungen des Beckenringes treten einerseits bei älteren Patienten vor allem als Frakturen der Schambeinäste Berg im Rahmen von einfachen Sturzereignissen auf. Diese werden durch eine bestehende Osteoporose (Knochenschwund) begünstigt. Andererseits finden sich Beckenring-Frakturen hauptsächlich in Folge von Hochrasanztraumen bei Verkehrsunfällen oder Sportunfällen bzw. nach Stürzen aus großer Höhe.

Während eines Schambeinastbrüche meist ohne größere Folgen und ohne operativen Eingriff abheilen, stellen instabile Beckenringbrüche schwere Verletzungen mit großem Blutverlust und Gefahr eines Schockgeschehens bis zur Lebensgefahr dar. Die großen Bruchflächen führen zu schweren Blutverlusten, welche nur im Rahmen eines Schockraummanagement mit möglichst rascher Stabilisierung der Vitalparameter und Blutersatztherapie beherrscht werden können.

Die Verschiebungen von Bruchfragmenten, insbesondere bei Beteiligung des Acetabulums müssen operativ versorgt werden. Die Stabilisierung erfolgt nach offener Reposition über Platten und Schrauben.

Auch bei guter Reposition vom Frakturen des Acetabulums kommt es häufig nach einigen Jahren zur Früh-Arthrose, welche die Implantation einer Hüft Totalendoprothese notwendig macht.

 

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