GEHIRNSCHÄDEL |
| ...der eingebaute Helm... |
Unser Gehirn liegt geschützt in der knöchernen Kapsel des Schädels. Die Ein- und Ausgänge zum Durchtritt von Blutgefässen und Nerven sind auf kleine Löcher im Knochen beschränkt. Die Knochennähte, an denen der Schädel im Kindesalter wachsen kann, verknöchern beim Erwachsenen. Diese Kapsel schützt zwar das verletzliche, weiche und von unzähligen, dünnen Blutgefässen durchsetzte Gehirn vor leichten und mittleren Krafteinwirkungen, bei groben Verletzungen kann aber genau diese Knochenkapsel zum Problem werden. In diesem abgeschlossenen Raum kann entstehender Druck nicht durch Ausdehnung abgebaut werden. Wenn also im Rahmen einer Verletzung eine Blutung oder Gehirnschwellung im Schädelinneren entsteht, kommt es rasch zu einem lebensbedrohlichen Zustand. Klinisch reagiert das Gehirn auf eine Verletzung mit einer Funktionseinschränkung, welche sich als Bewusstlosigkeit äussert. Auch wenn diese nur kurz dauert ist in einem solchen Fall unbedingt eine ärztliche Begutachtung nötig. Oft kommt es nach anfänglicher Besserung des Bewusstseins infolge einer verzögert auftretenden Blutung oder Hirnschwellung erst nach einiger Zeit zum Auftreten von Erbrechen, Übelkeit, Pupillenunterschieden und neuerlicher Bewusstlosigkeit. Diese ist dann nicht mehr auf die unmittelbare Krafteinwirkung beim Unfall zurückzuführen sondern Zeichen eines Druckanstieges im Schädelinneren. Spätestens dann muss dringend eine Abklärung mittels Computertomografie durchgeführt werden. Blutungen im Schädel werden nach ihrer Lokalisation unterschieden: Epidural (ausserhalb der harten Hirnhaut), subdural (zwischen harter Hirnhaut und Gehirn), subarachnoidal (direkt an der Hirnoberfläche) und intracerebral (im Gehirn). Epi- und Subdurale Blutungen stellen in den meisten Fällen eine akute Operationsindikation dar, bei intracerebralen Blutungen hängt die Indikation zur Operation von der Lokalisation ab, oft ist die Prognose bei grösseren Blutungen aber extrem schlecht. Diffuse Hirnschwellungen treten vor allem nach Sauerstoffmangel des Gehirns nach dem Unfall auf. Sie sind vor allem medikamentös zu behandeln, operativ ist nur eine ausgedehnte Entfernung des Schädelknochens möglich um den Gegendruck des Knochens zu nehmen. Leider sind solche Hirnschwellungen oft nicht beherrschbar und tödlich. |
akute
subdurale Blutung mit starker Verschiebung der Mittellinie zur Gegenseite und
Kompression des Hinterhornes des Seitenventrikels. |
Epidurale
Hämatombildung im Temporalbereich mit
|
![]() Intracerebrale Blutung im Frontallappen, Impressionsfraktur der Stirnhöhle, Unterbrechung der Kontur der Frontobasis.
|