| SCHULTER | |
| Impingement | |
Der Begriff des Impingements beschreibt eigentlich nur die
Tatsache, dass es zu Einklemmungserscheinungen kommt, ohne eine nähere
Definition der Ursache oder der Lokalisation zu geben. Die häufigste Lokalisation einer Impingementsymptomatik an der Schulter betrifft die Engstelle zwischen Oberarmkopf und knöchernem Schulterdach (Acromion). Zwischen diesen Strukturen verläuft ein Teil der den Oberarmkopf umgebenden Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne). Auf dieser Sehne aufgelagert ist zur Verbesserung der Gleitfunktion ein Schleimbeutel (Bursa subacromialis). Kommt es nun aufgrund einer Überlastung oder Fehlbelastung der Schulter oder nach einer Bagatellverletzung der Schulter zu einer vermehrten Flüssigkeitsproduktion in diesem Schleimbeutel, so kann sich dieser bei Bewegungen des Schultergelenkes unter dem knöchernen Schulterdach "einklemmen". Es kommt zu einem verhängnisvollen Kreislauf, da der Schleimbeutel infolge der Reizung durch das Einklemmen zu einer vermehrten Flüssigkeitsproduktion angeregt wird und er dadurch weiter an Größe zunimmt. Die Folge ist eine schmerzhafte Reiz-Entzündung. Die Patienten leiden an einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Typisch ist die Schmerzzunahme in der Nacht, wodurch oftmals die Nachtruhe gestört ist. Therapeutisch wird zunächst versucht mittels physikalischer Therapie die Entzündungssymptomatik zum Abklingen zu bringen. Bei ausbleibendem Erfolg kann eine Infiltration des Schleimbeutels mit Kortison zum Erfolg führen. Nur in ausgewählten Fällen wird eine arthroskopische Operation durchgeführt, bei der der betroffene Schleimbeutel entfernt wird und gleichzeitig die Unterfläche des knöchernen Schulterdaches begradigt und abgeschliffen wird, um die Engstelle zu erweitern.
Bei einigen Patienten besteht aufgrund einer Hakenform der knöchernen Schulterdaches eine vermehrte Neigung zum Impingement. Aus diesem Grund sind zur Abklärung Röntgenbilder der betroffenen Schulter in 3 Ebenen notwendig. Weiters ist zu fordern, dass bei der Abklärung eines Impingement die Unversehrtheit der Rotatorenmanschette mittels Ultraschall nachgewiesen wird, da die Symptome einer Ruptur der Rotatorenmanschette ähnlich denen eines Impingement sein können.
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