| SCHULTER | |
| ...Rotatorenmanschette... | |
| Als Rotatorenmanschette bezeichnet man die Muskel- und Sehnengruppe,
welche für die Beweglichkeit der Schulter großteils zuständig ist.
Die Anteile der Rotatorenmanschette bestehen aus dem Musculus Subscapularis, dem Musculus Supraspinatus, dem Musculus Infraspinatus sowie dem Teres minor. Die Sehnen dieser Muskel setzen an Knochenvorsprüngen am Humeruskopf an, durch ihre Funktion kann die Schulter in allen Ebenen bewegt werden. Vor allem durch degenerativen Veränderungen im Bereich dieser Sehnen kann es zu Krankheitserscheinungen und Schmerzen kommen. Einerseits können Verkalkung im Bereich der Sehnenansätze auftreten, andererseits führen Einrisse oder Komplettrupturen der Sehnen oft zu Beschwerden. Verkalkungen: Die Herkunft von Kalkdepots im Bereich der Sehnenansätze ist bis heute nicht restlos geklärt. Beim aufbrechen dieser Kalkansammlungen kommt es zu einer akuten Schleimbeutelentzündung unter dem knöchernen Schulterdach und dadurch zu ausgeprägten Schmerzerscheinungen. Die Folge ist eine akute Bewegungseinschränkung. Die Therapie hat zunächst zum Ziel, die akute Entzündung zu behandeln, in weiterer Folge kann der Kalk durch Stichelung mit einer Nadel bzw. durch Stoßwellen-Therapie oder die arthroskopische Ausräumung des Kalkdepots durchgeführt werden. Sehnenrisse: Während bei jüngeren Patienten (bis 70 Jahre) die Wiederherstellung des Sehnenansatzes mittels arthroskopischer Operation Erfolg verspricht, muss bei höherem Patientenalter auf Sehnenersatz-Operationen bzw. Muskelverlagerungen zurückgegriffen werden. Die arthroskopische Technik der Sehnenreinsertion hat sich mittlerweile zum Standard entwickelt. Dennoch muss mit einer Rate von neuerlichen Einrissen der Sehne bis zu 30 Prozent gerechnet werden. Weiters ist darauf hinzuweisen, dass die Nachbehandlung nach einer solchen Operation mehrere Monate dauern kann und eine entsprechend lange postoperative Schmerzperiode hingenommen werden muss. Der Sehnenansatz wird durch Einbringung von Schraub-bzw. die Dübel-Ankern wiederhergestellt, oder durch transossäre Nahttechnik rekonstruiert. Muskeltransfers: Bei großen Defekten der Rotatorenmanschette beziehungsweise bei bestehender Atrophie der abgerissenen Muskulatur ist eine Wiederherstellung des Sehnenansatzes nicht mehr möglich. In diesen Fällen wird auf eine Verlagerung von Anteilen der Brustmuskulatur bzw. der Rückenmuskulatur je nach Lage des Sehnendefektes zurückgegriffen. Diese Operationstechniken können nur offen durchgeführt werden. Als Ergebnis ist eine deutliche Verbesserung der Schmerzsituation zu erwarten, auf Grund der Veränderung der Biomechanik lässt sich jedoch ein Kraftgewinn nur in geringem Ausmaß erzielen. Die Verbesserung der Beweglichkeit ist hauptsächlich auf eine verringerte Schmerzsymptomatik zurückzuführen. Sollten Sie seit längerer Zeit Schulterschmerzen haben bzw. wenn sie schon über ein Problem mit ihrer Rotatorenmanschette wissen und genauere Informationen zur Behandlung bzw. Erfolgsaussichten, bitte ich Sie um Kontaktaufnahme mit meiner Ordination.
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