PROTHETIK
.... Ersatz eines Gelenkes....

Seit den ersten Versuchen von Ersatzoperationen für das Hüftgelenk 1925 hat sich die Technik und die Materialien des Gelenksersatzes dramatisch entwickelt. 

Am Schultergelenk werden wie an allen anderen großen Gelenken sowohl Teilgelenksersätze als auch Totalendoprothesen implantiert.
Die Ursachen, die zum operativen Gelenksersatz führen sind einerseits altersentsprechende oder krankhaft gesteigerte Gelenksabnützung, aber speziell am Schultergelenk auch große Defekte der Rotatorenmanschette, die nicht mehr in anderer Form behandelt werden können. 
Für diese spezielle Situation wurden Spezialprothesen entwickelt, die die Geometrie des Schultergelenkes umkehren und solchen Patienten wieder eine Chance auf Schmerzfreiheit und eine Verbesserung der Armfunktion geben.

Der Hüftgelenksersatz ist eine Standardoperation geworden. Neue, minimal invasive Zugangswege sollen den Weichteilschaden zusätzlich begrenzen. Die Haltezeit einer modernen Hüft-Totalendoprothese wird mit mehr als 25 Jahren angegeben.

Auch am Kniegelenk werden neue Techniken wie die Computernavigation zur Verbesserung der Operationsergebnisse eingesetzt.

Am Schultergelenk sind die Ergebnisse mit den neuen Prothesen der 3. Generation deutlich verbessert. Allerdings sind die Implantate noch zu neu um eine Haltezeit angeben zu können.

Prinzipiell unterscheidet man in der Prothetik den Teilgelenksersatz, bei dem nur ein Gelenkspartner ausgetauscht wird und die Totalendoprothese, bei der das gesamte Gelenk ersetzt wird.

 

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